Wöchentlicher Marktkommentar KW 13
In den USA rückt eine selektivere Zollpolitik in den Fokus, während Präsident Trump in der Ukraine als Vermittler auftreten will. Großbritannien kämpft mit fiskalischem Gegenwind, und in der Eurozone hellt sich die Stimmung leicht auf. In China liefert der Immobilienmarkt erste Erholungssignale. Was bedeutet das für Märkte und Anleger? Der Wochenkommentar fasst die wichtigsten Entwicklungen kompakt zusammen.
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USA: Trumps Zollstrategie wird selektiver
Das Weiße Haus bereitet sich auf eine neue Zollankündigung am 2. April vor. Präsident Trump signalisiert einen Strategiewechsel: Statt pauschaler Maßnahmen rücken gezielte, reziproke Zölle gegen Länder mit hohen Handelsüberschüssen – insbesondere gegenüber China – in den Fokus. Gleichzeitig zeigt er sich offen für Gespräche und plant ein direktes Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi.
Ukraine-Russland: Aussicht auf Waffenstillstand?
Präsident Trump bringt sich als Vermittler im Ukraine-Konflikt ins Gespräch. In einem Interview mit Bloomberg erklärte er: „The war is under control“. Ein mögliches Abkommen oder zumindest ein temporärer Waffenstillstand bis zum 20. April wird nicht ausgeschlossen.
Großbritannien: Fiskalischer Druck vor dem Spring Statement
Vor dem am Mittwoch erwarteten Spring Statement zeigt sich, dass die staatliche Neuverschuldung in Großbritannien über den Prognosen liegt. In Kombination mit spekulierten Steuererhöhungen wird das wirtschaftliche Umfeld zusätzlich belastet. Der CBI Manufacturing Survey unterstreicht die konjunkturelle Schwäche: Der Index für Neuaufträge fiel deutlich auf –29 (langfristiger Schnitt: –13).
Eurozone: Fiskalpolitik trifft auf verhaltene Konsumstimmung
Trotz umfangreicher fiskalischer Impulse reagiert der Konsum bislang verhalten. Das Wachstum bleibt stark von staatlicher Unterstützung abhängig. Positive Signale kommen hingegen aus der Unternehmenswelt: Das ifo-Geschäftsklima in Deutschland hat sich aufgehellt. Heute um 09:00 Uhr folgt die Veröffentlichung des Composite PMI, der zusätzliche Hinweise auf die Stimmungslage liefern dürfte.
Während sich das verarbeitende Gewerbe tendenziell stabilisiert, zeigen sich im Servicesektor erste Anzeichen einer Abschwächung.
China: Immobiliemarkt mit Frühindikatorcharakter
Die Verkäufe von Bestandsimmobilien in China sind zuletzt um mehr als 30 % gestiegen. Dieser Anstieg wird als Signal für wachsendes Vertrauen der Haushalte interpretiert – mit potenziellen positiven Effekten auf den privaten Konsum. Der Immobilienmarkt könnte sich als bedeutender Stimmungsindikator für eine mögliche wirtschaftliche Stabilisierung erweisen.
Fazit
Die Märkte starten in die Woche mit einer Vielzahl geopolitischer und wirtschaftspolitischer Impulse: In den USA sorgt eine gezieltere Zollstrategie für ein etwas entspannteres Umfeld. Gleichzeitig bleiben die geopolitischen Spannungen rund um den Ukraine-Krieg ein bedeutender Unsicherheitsfaktor – insbesondere für die Energiepreise. Großbritannien steht fiskalisch unter Druck, während die Eurozone von moderater Stimmungsaufhellung profitiert. In China sendet der Immobilienmarkt erste positive Signale – ein potenzieller Hoffnungsschimmer für Konsum und Konjunktur. Insgesamt bleibt das Umfeld von Unsicherheit, aber auch punktuellen Stabilisierungstendenzen geprägt.
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